Glossar
MPG – Medizinproduktegesetz
Das Medizinproduktegesetz (MPG) ist ein deutsches Gesetz, das die Inverkehrbringung, Kennzeichnung, Überwachung und Haftung von Medizinprodukten regelt. Es ist am 1. Januar 1995 in Kraft getreten und wurde zuletzt im Jahr 2020 novelliert, um den Schutz von Patienten und Anwendern von Medizinprodukten zu erhöhen.
Es gilt für alle Medizinprodukte, die in Deutschland hergestellt, importiert oder in Verkehr gebracht werden. Hierbei handelt es sich um Produkte, die dazu bestimmt sind, bei Menschen für die Diagnose, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten, Verletzungen oder Behinderungen eingesetzt zu werden. Hierzu zählen beispielsweise Implantate, Prothesen, Diagnostika, Verbandstoffe und medizinische Software.
Ziel des MPG ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit von Medizinprodukten zu gewährleisten, indem eine risikobasierte Klassifizierung der Produkte vorgenommen wird. Je nach Risikoklasse müssen Medizinprodukte bestimmte Anforderungen erfüllen, wie beispielsweise eine CE-Kennzeichnung, eine Konformitätserklärung und eine Meldung bei der zuständigen Behörde.
Zudem sieht das MPG eine Überwachung der Medizinprodukte durch die zuständigen Behörden vor, um mögliche Risiken für Patienten und Anwender zu minimieren. Bei Verstößen gegen das MPG können Bußgelder verhängt oder sogar strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen folgen.
Insgesamt soll das MPG sicherstellen, dass nur sichere und wirksame Medizinprodukte auf den Markt gelangen und Patienten sowie Anwender vor Gesundheitsrisiken geschützt werden.
