Wichtige Begriffe verständlich erklärt

Glossar

EBM – Einheitlicher Bewertungsmaßstab

Der EBM steht für „Einheitlicher Bewertungsmaßstab” und bezeichnet ein System zur Abrechnung von Leistungen der ambulanten ärztlichen Versorgung in Deutschland. Es wurde im Jahr 1996 eingeführt und ist seitdem ein fester Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens.

Er regelt die Abrechnung von ärztlichen Leistungen, die von Vertragsärzten erbracht und von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet werden. Dabei werden die Leistungen nach einem einheitlichen System bewertet und mit einem bestimmten Punktwert vergütet. Dieser Punktwert wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) festgelegt und kann je nach Region und Fachgebiet unterschiedlich ausfallen.

Der EBM enthält eine umfangreiche Liste von Leistungen, die von Ärzten erbracht werden können, und legt für jede Leistung eine bestimmte Anzahl von Punkten fest. Die Punktzahl wird dann mit dem jeweiligen Punktwert multipliziert, um den Wert der erbrachten Leistung zu berechnen. Der EBM wird regelmäßig aktualisiert, um Veränderungen in der medizinischen Praxis und im Gesundheitswesen zu berücksichtigen.

Er ist ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Deutschland und trägt dazu bei, dass die Leistungen der Vertragsärzte angemessen und transparent vergütet werden.