Glossar
DKR – Deutsche Kodierrichtlinien
Die deutschen Kodierrichtlinien sind Regelungen, die den Umgang mit der Verschlüsselung von medizinischen Diagnosen und Leistungen in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen festlegen. Eine einheitliche, belastbare Definition der Kodierung ist notwendig, um die erbrachten Leistungen und Diagnosen klar zu dokumentieren und Abrechnungen korrekt durchführen zu können.
Die Kodierrichtlinien werden von der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen festgelegt und jährlich aktualisiert. Dabei finden auch Änderungen in nationalen und internationalen Klassifikationssystemen, wie dem ICD-10-GM (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification) oder dem OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel), Berücksichtigung.
Die Einhaltung der Kodierrichtlinien ist für Krankenhäuser, Kostenträger und andere Einrichtungen verpflichtend, um eine korrekte Abrechnung und somit eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen. Verstöße gegen die Kodierregelungen können zu Strafzahlungen und weiteren Konsequenzen führen.
