Wichtige Begriffe verständlich erklärt

Glossar

Basisfallwert (Baserate)

Der Basisfallwert (auch Baserate genannt) ist ein essenzielles Element des deutschen Fallpauschalensystems (DRG-System) und dient als Multiplikator zur Berechnung der Vergütung für stationäre Krankenhausleistungen. Er legt den finanziellen Wert eines Behandlungsfalls fest, indem er mit dem im Fallpauschalenkatalog pro DRG definierten Relativgewicht multipliziert wird. In den Bundesländern unterschiedlich hoch, bildet er eine der Grundlagen für die Abrechnung zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen.

Dieser Wert wird in Euro angegeben und jährlich neu auf Landesebene verhandelt.

Die Verhandlungen finden gemäß § 18 Abs. 1 KHG zwischen der Krankenhausgesellschaft (DKG) und den Krankenkassen statt. Dabei werden sowohl wirtschaftliche Entwicklungen als auch die Anforderungen an eine angemessene Gesundheitsversorgung berücksichtigt.

Der Basisfallwert dient somit als Euromultiplikator bei der Berechnung der Fallpauschalen. Diese Pauschalen ergeben sich aus der Zuordnung eines Behandlungsfalls zu einer Diagnosis Related Group (DRG), welche den Ressourcenverbrauch und den Behandlungsaufwand eines Falles widerspiegelt. Durch die Multiplikation des Relativgewichts der DRG mit dem Basisfallwert wird der Vergütungssatz für die Behandlung eines Patienten bestimmt.

Beispiel:

Für die DRG K60E im Jahr 2024 gilt:

Relativgewicht der DRG K60E - 0,782 x Basisfallwert (bundeslandabhängig): 4.200 €

Erlös: 3.284,40 €.

(Dieses Beispiel ist stark vereinfacht, zusätzliche Pflegerlöse, Zusatzentgelte etc. wurden nicht berücksichtigt.)