Wichtige Begriffe verständlich erklärt

Glossar

Abrechnung ärztlicher Leistungen

Die Abrechnung ärztlicher Leistungen ist ein zentraler Bestandteil des Gesundheitswesens und dient der Dokumentation und Vergütung der von Ärzten erbrachten medizinischen Leistungen. Sie unterscheidet sich je nach Art der Behandlung (ambulant oder stationär) und dem Versicherungsträger (gesetzliche oder private Krankenversicherung).

Im ambulanten Bereich erfolgt die Abrechnung für gesetzlich versicherte Patienten in der Regel über den EBM, während für privat versicherte Patienten oder Selbstzahler die GOÄ zur Anwendung kommt. Beide Systeme regeln, welche Leistungen zu welchem Satz abgerechnet werden können, wobei der EBM auf einem Punktwertsystem basiert und die GOÄ ärztliche Honorare auf Basis von Gebührenordnungen festlegt. Der EBM ist stark reguliert und standardisiert, wohingegen die GOÄ den Ärzten mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung ermöglicht.

Für stationäre Behandlungen kommt das DRG-System zum Einsatz, das eine pauschale Vergütung pro Behandlungsgruppe festlegt. Hier werden Patienten je nach Diagnose, erforderlicher Behandlung und weiterer Parameter in bestimmte Gruppen eingeordnet. Das DRG-System fördert eine effiziente Ressourcennutzung und pauschaliert die Abrechnung, weitestgehend unabhängig von der tatsächlichen Dauer der Behandlung.

Insgesamt sorgen diese Abrechnungssysteme dafür, dass die medizinischen Leistungen entsprechend den jeweiligen Vorgaben vergütet werden, und tragen zur finanziellen Transparenz und Steuerung im Gesundheitswesen bei.

Einen fundierten Überblick über die verschiedenen medizinischen Abrechnungssysteme in Deutschland finden Sie in unseren E-Learnings:

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